Freie Aktive Schule – ein Ort der Selbstbestimmung, der Beziehung und der Entfaltung

Hier in Baden Württemberg geniessen wir in strahlendem September-Sonnenschein die letzten Tage der Freibadsaison. Da ich mich mit einem Beitrag an der Blogparade zum Thema #Schule #selbstbestimmt #unerzogen von Nicola Kriesel und dem Blog Die Physik von Beziehungen beteiligen möchte, lasse ich meine Gedanken ein wenig Richtung Schule wandern, die ab nächster Woche für die Kinder wieder geöffnet hat. Für diesen Beitrag habe ich mir Gedanken gemacht, wie wir zur Freien Aktiven Schule gekommen sind und unsere Erfahrung dabei.

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Von der Uni zur “University of Life” – warum Deschooling für freies Lernen unverzichtbar ist

Ich war die erste Person in meiner Familie, die auf die Uni ging. Obwohl meine Mama damals schon immer sagte, sie würde die “University of Life” besuchen. Als Jugendliche hat mich diese Aussage genervt, vermutlich weil für mich damals mein Verständnis für Bildung und Lernen eng mit Bildungsinstitutionen zusammenhing und ich hart gearbeitet hatte, um einen Platz an der Uni zu bekommen.

Das Leben ist doch keine Uni! dachte ich.

Heute sehe ich das anders. Das Leben ist Lernen. Wir Menschen lernen immer, überall und zu jeder Zeit. Auch wenn wir versuchen, nichts zu lernen, lernen wir etwas. Das habe ich gelernt, als ich versuchte, am Learn Nothing Day nichts zu lernen.

Wenn ich heute daran denke, was meine Mama damals sagte, freue ich mich! Unwissend wurde durch ihre Aussage einen Samen gepflanzt, der sich erst mit meinen eigenen Kindern in mir keimte. Darauf folgte ein dauerhafter Prozess, den ich heute als Deschooling (Entschulung) kenne. Um das Leben als Lernen zu verstehen und zu leben, um das freie und selbstbestimmte Lernen für meine Kinder zu ermöglichen, ist der Prozess des Deschoolings unverzichtbar.

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Learn Nothing Day – der Tag, an dem ich versucht habe, nichts zu lernen

“Heute ist Learn Nothing Day!” habe ich gestern früh gelernt. Ich hörte zum ersten Mal von diesem Tag. Daraufhin habe ich – zugegeben gleich rebellisch – weiter recherchiert und gelernt, dass zum ersten Mal am 24. Juli 2008 von Freilerner-Mama Sandra Dodd in den USA zu diesem Tag aufgerufen wurde. Learn Nothing Day ist als Feiertag für Freilerner gedacht, da es bei Freilernen keine Ferien oder Feiertage wie im Schulleben gibt.

Bekannt ist dieser Tag am meisten jedoch dafür, dass ein Learn Nothing Day unmöglich ist. Es ist nicht möglich, einen ganzen Tag nichts zu lernen. Menschen lernen, immer, überall, zu jeder Zeit, bei jeder Tätigkeit, jeden Tag. Davon bin ich fest überzeugt. Aber ist es wirklich so? Ich nahm mir vor, diesen Tag, von dem ich gerade neu gelernt hatte, zu würdigen und nichts Weiteres zu lernen.

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“Er spinnt doch!” – die Fantasie unserer Kinder ist grenzenlos und das ist gut so

Ich liebe es, wenn (meine) Kinder von ihrer Welt erzählen, von ihren Gedanken und Ideen darüber, wie wir leben, wie wir in Zukunft leben werden, wie sie sich die Welt von morgen vorstellen. Mich bewegt es, zu erkennen, wie sehr sich unsere Kinder über ihre und unsere Welt Gedanken machen, darüber wie sie dazugehören. Wenn ich mir überlege, mit welchen Fragen sich unsere Gesellschaft zum Leben mit Kindern beschäftigt – dass Kinder auf uns hören, das tun, was wir wollen, das lernen, was wir vorgeben – scheint mir diese Erkenntnis von besonderer Bedeutung zu sein. Manchmal sind die Gedanken und Ideen unserer Kinder so fantasievoll, so weit weg von unserem (geschulten) Wissen und Verständnis für die Welt, dass wir uns schwer damit tun, uns auf diese Gedanken und Ideen unserer Kinder einzulassen.

“Er spinnt doch! Das geht doch gar nicht. Warum lasst Ihr die Kinder so wild fantasieren? Sollten sie nicht besser lernen, wie das alles wirklich funktioniert?“

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Für Kinder ist das Spielen die höchste Form des Lernens

Für Kinder ist das Spielen die höchste Form des Lernens
Für Kinder ist das Spielen die höchste Form des Lernens

Lernen ist Kinderspiel…

…Kinderspiel ist Lernen!

Wer sich für das Thema Lernen interessiert, wird vielleicht auch in letzter Zeit aufgefallen sein, wie oft die Rede von “spielerischem Lernen” oder “spielbasiertem Lernen” und Ähnlichem ist. Hier liegt für mich ein großes Missverständnis vor.

Auf der einen Seite, zeigen diese Ansätze, dass wir doch als Gesellschaft etwas verstanden haben: dass das Spielen für Kinder wichtig ist und in der heutigen Zeit zu kurz kommt. Allerdings zeigen mir diese Begrifflichkeiten, dass wir immer noch den Zielen verfolgen, Kinder zu erziehen, zu lehren, ihr Lernen zu steuern, nach dem, was wir als Erwachsene für wichtig halten.

Es reicht nicht, unseren Kindern “Freispiel”-Zeiten anzubieten oder Lernangebote spielerisch zu gestalten. Spielen ist nicht etwas, was vor oder nach dem Lernen als Ausgleich notwendig ist, sondern Spielen ist gleich Lernen.

Für Kinder ist das Spielen die höchste Form vom Lernen

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