Jedes Mal, wenn wir einem Kind etwas frühzeitig beibringen, das es später für sich selbst hätte entdecken können, wird diesem Kind die Chance genommen, es selbst zu erfinden…

Jedes Mal, wenn wir einem Kind etwas frühzeitig beibringen, das es später für sich selbst hätte entdecken können, wird diesem Kind die Chance genommen, es selbst zu erfinden und es infolgedessen vollkommen zu verstehen.

It’s time to turn up the heat – Wie Beziehung hilft, uns an kalten Tagen warm zu halten

Es ist kalt draußen. Das Thermometer zeigt -12 Grad Celsius. Das ist schon richtig kalt! Im Südosten von England, wo ich aufgewachsen bin, kannte ich solche Temperaturen nicht. Dort war -1 bereits die Extremtemperatur und wir hatten dann “kältefrei”.

Ich suche nach Wegen, uns warm zu halten. Morgens wärme ich die Kleidung meiner Kinder auf der Heizung vor, suche ihre lange Unterwäsche, alle Jacken, Mützen, Handschuhe zusammen. Ich packe ihnen einen warmen Tee statt Wasser ein. Abends kuscheln wir zusammen unter dicken Decken vor dem Kamin.

Wir halten uns warm, um gesund zu bleiben. Wenn uns warm ist, geht’s uns gut. Wir fühlen uns geborgen, umsorgt, geschützt. Ohne Wärme frieren wir, empfinden Stress, unser Körper schaltet ins Überlebensmodus. Es geht uns nicht mehr gut. Wärme hält uns am Leben.

Beziehung als Quelle der Wärme

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Kinder funktionieren nicht – und das ist gut so

Vor ein paar Jahren war morgens fertig werden und aus dem Haus gehen mit unseren 3 kleinen Kindern, die keine 2 Jahre auseinander sind, meine allergrößte Herausforderung. Ich war wieder in meinen alten Job zurückgekehrt und hatte dadurch an vier Tagen die Woche gleich drei Termine morgens, für die wir rechtzeitig ankommen sollten: Waldkindergarten – Schule – Arbeit. Auch mit Gleitzeit und der Voraussicht, keine Meetings gleich zum Tagesanfang zu legen, habe ich jeden Tag Stress und Druck empfunden, dass ich einfach funktionieren muss und war – wenn ich ehrlich bin – von meinen Kindern ausgegangen, dass sie dann auch „funktionieren“ würden.

Bis meine Kinder mir das anders gezeigt haben: je mehr ich versucht habe, dass wir morgens alle schneller werden, desto langsamer sind sie geworden. Das war für mich eine deutliche Botschaft, für die ich sehr dankbar bin.

Der Stress, der Druck, das war unser Alltag, die Kindheit meiner Kinder, meine und ihre Lebenszeit.

Diese Idee von “funktionieren” beschäftigt mich in letzter Zeit wieder. In den sozialen Medien tauchen in den letzten Wochen häufiger Artikel auf: Immer mehr Grundschulkinder seien verhaltensauffällig; Eltern würden in ihrem Erziehungsauftrag versagen. Es wird mehr Erziehung gefordert: Bestrafung, Ausschluss vom Unterricht bzw. von der Schule. Eltern sollten sich nicht davor scheuen, strenger, härter bei ihren Kindern „durchzugreifen“, um sie “zu funktionierenden Menschen” zu erziehen.

Warum ich das anders sehe, überlege ich in diesem und zwei weiteren Beiträgen.

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“Schule erstickt die Kreativität” – erster TED-Talk von Sir Ken Robinson vor 10 Jahren

 

Es sind 10 Jahre vergangen, seit dem Sir Ken Robinson seinen ersten TED-Talk Schule erstickt die Kreativität gehalten hat. Inzwischen wurde dieser Talk über vierzig Millionen (40 Millionen!) mal angeschaut – der meistgesehene TED-Talk aller Zeiten. Heute fragt Sir Ken in den sozialen Medien, welchen Einfluss sein Talk hatte, was dieser bei den 40 Millionen Zuschauern bewirkt oder verändert hat.

Das habe ich als Gelegenheit genutzt, mir den Talk wieder anzuschauen und überlegt, was dieser Talk für mich bedeutet.

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Freie Aktive Schule – ein Ort der Selbstbestimmung, der Beziehung und der Entfaltung

Hier in Baden Württemberg geniessen wir in strahlendem September-Sonnenschein die letzten Tage der Freibadsaison. Da ich mich mit einem Beitrag an der Blogparade zum Thema #Schule #selbstbestimmt #unerzogen von Nicola Kriesel und dem Blog Die Physik von Beziehungen beteiligen möchte, lasse ich meine Gedanken ein wenig Richtung Schule wandern, die ab nächster Woche für die Kinder wieder geöffnet hat. Für diesen Beitrag habe ich mir Gedanken gemacht, wie wir zur Freien Aktiven Schule gekommen sind und unsere Erfahrung dabei.

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Kinder sind wertvoll, einfach weil sie sind

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Siehst Du mich? – mit Empathie die Welt verändern

Kennst du das Gefühl, unsichtbar zu sein?

Du bist ein junges Mädchen, das alleine auf der Straße steht, und alle gehen einfach an dich vorbei. Du stehst vor einem Regal im Supermarkt und wirst ohne Worte durch einen Einkaufswagen zur Seite geschoben. Oder du hälst jemandem die Tür auf und er_sie geht einfach durch, ohne dich mal anzuschauen. Dir sagt jemand, wann du essen, wann du ins Bett und wann du aufstehen mußt. Der Ablauf deines Tages ist vorgeplant; keine(r) fragt dich, wie du deinen Tag eigentlich verbringen möchtest.

Wie fühlt sich das an?

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Wenn Toleranz, Achtung und Gleichberechtigung Grundlagen des Familienlebens sind…

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Beziehung ist alles! – Erste Hilfe wenn der Lerndruck droht und wir uns ohnmächtig fühlen

In meinem letzten Beitrag Die Freiheit, sich zu verpflichten, habe ich davon erzählt, wie eine Familie unter Schul- und Lerndruck litt, wie sie diesem quasi wie ohnmächtig ausgesetzt war, das Lernen nur noch als Pflicht wahrnahm. Ich habe beschrieben, warum für mich hingegen die Freiwilligkeit für das Lernen essenziell ist.

Eure Kommentare und unsere Gespräche haben mich weiter nachdenklich gemacht. Was ist, wenn es uns und unseren Kindern so geht? Was können wir tun, um dagegen zu steuern? Wie können wir für mehr Entlastung und Selbstbestimmung sorgen?

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Die Freiheit, sich zu verpflichten (oder auch nicht) – fünf Gründe warum Freiwilligkeit für das Lernen essenziell ist

Neulich im Eiscafé unterhielt sich eine Familie über die Schule. Konkret ging es um Hausaufgaben. Ein Junge (ca. 6 Jahre) konnte einfach nicht verstehen, warum seine große Schwester (ca. 15 Jahre) die ganze Nacht durch Hausaufgaben machen mußte, wenn sie doch dann viel zu müde wäre, um nach dem Eiscafé mit ihm eine Fahrradtour zu machen. Er – und sie – hätten sich doch so darauf gefreut. Seine Schwester hat die Schultern hochgezogen, sagte nichts und hat sich zum Eis einen Kaffee bestellt. Die Mama hat mit Sorgfalt versucht, den Jungen mit einer Erklärung zu trösten:

“Alle müssen Hausaufgaben machen. Keine(r) lernt freiwillig. Irgendwann wirst Du das auch machen müssen.”

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