It’s time to turn up the heat – Wie Beziehung hilft, uns an kalten Tagen warm zu halten

Es ist kalt draußen. Das Thermometer zeigt -12 Grad Celsius. Das ist schon richtig kalt! Im Südosten von England, wo ich aufgewachsen bin, kannte ich solche Temperaturen nicht. Dort war -1 bereits die Extremtemperatur und wir hatten dann “kältefrei”.

Ich suche nach Wegen, uns warm zu halten. Morgens wärme ich die Kleidung meiner Kinder auf der Heizung vor, suche ihre lange Unterwäsche, alle Jacken, Mützen, Handschuhe zusammen. Ich packe ihnen einen warmen Tee statt Wasser ein. Abends kuscheln wir zusammen unter dicken Decken vor dem Kamin.

Wir halten uns warm, um gesund zu bleiben. Wenn uns warm ist, geht’s uns gut. Wir fühlen uns geborgen, umsorgt, geschützt. Ohne Wärme frieren wir, empfinden Stress, unser Körper schaltet ins Überlebensmodus. Es geht uns nicht mehr gut. Wärme hält uns am Leben.

Beziehung als Quelle der Wärme

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Kinder brauchen keine Noten, Zeugnisse, Berichte & Co. – aus der Perspektive eines Grundschülers

Endlich Sommerferien! In den letzten Tagen ein Ausdruck der Erleichterung vieler Schüler_Innen, Lehrer_Innen und Eltern. Das Schuljahr ist geschafft, die Zeugnisse erstellt und verteilt.

Die Erkenntnis, dass Noten und unerbetene Bewertungen nicht förderlich und das Selbst(wert)gefühl von jungen Menschen schaden können, ist nichts Neues und wird seit vielen Jahren diskutiert.¹

In vielen alternativen Schulen gibt es keine Noten. Stattdessen werden Alternativen wie Entwicklungs- oder Erfahrungsberichte für die Schüler_Innen zusammengestellt, mit “bewertungsfreien” Tätigkeitsbeschreibungen und Bildern aus dem Schuljahr.

Ich kam mit einem Grundschüler ins Gespräch, der einen solchen Bericht bekommen hatte. Unser Gespräch wurde zu einem Schreibprojekt, das ich hier mit seiner Zustimmung veröffentlichen darf, weil er möchte, dass Erwachsene Kinder besser verstehen.

Ich finde, er hat wirklich etwas Wichtiges zu sagen.

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Beziehung ist alles! – Erste Hilfe wenn der Lerndruck droht und wir uns ohnmächtig fühlen

In meinem letzten Beitrag Die Freiheit, sich zu verpflichten, habe ich davon erzählt, wie eine Familie unter Schul- und Lerndruck litt, wie sie diesem quasi wie ohnmächtig ausgesetzt war, das Lernen nur noch als Pflicht wahrnahm. Ich habe beschrieben, warum für mich hingegen die Freiwilligkeit für das Lernen essenziell ist.

Eure Kommentare und unsere Gespräche haben mich weiter nachdenklich gemacht. Was ist, wenn es uns und unseren Kindern so geht? Was können wir tun, um dagegen zu steuern? Wie können wir für mehr Entlastung und Selbstbestimmung sorgen?

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Zeig mir, wer Du wirklich bist! – Wahres Lernen braucht authentische Beziehungen

Wenn wir im Alltag mit Kindern zusammen sind, befinden wir uns oft in einer oder mehreren Rollen: wir sind z.B. Mutter, Vater, Erzieher_In, Lehrer_In. In diesen Rollen werden uns und unseren Beziehungen zu unseren Kindern viele Erwartungen gestellt. Erwartungen, wie wir uns gegenüber (unseren) Kindern verhalten sollten und wie wir  (unsere) Kinder erziehen sollten: Höflichkeit, gute Tischmanieren, Respekt, Regeln, Grenzen, Lesen, Schreiben, Rechnen beibringen, und Wissen vermitteln. Wenn wir das alles nicht tun, werden Kinder nichts lernen und nicht auf das Leben vorbereitet sein. Oder doch?

Es ist, als ob wir Tarnmäntel tragen. Als Menschen werden wir unsichtbar und können uns weder sehen noch verstehen. „Zeig mir, wer Du wirklich bist! – Wahres Lernen braucht authentische Beziehungen“ weiterlesen