Jedes Mal, wenn wir einem Kind etwas frühzeitig beibringen, das es später für sich selbst hätte entdecken können, wird diesem Kind die Chance genommen, es selbst zu erfinden…

Jedes Mal, wenn wir einem Kind etwas frühzeitig beibringen, das es später für sich selbst hätte entdecken können, wird diesem Kind die Chance genommen, es selbst zu erfinden und es infolgedessen vollkommen zu verstehen.

It’s time to turn up the heat – Wie Beziehung hilft, uns an kalten Tagen warm zu halten

Es ist kalt draußen. Das Thermometer zeigt -12 Grad Celsius. Das ist schon richtig kalt! Im Südosten von England, wo ich aufgewachsen bin, kannte ich solche Temperaturen nicht. Dort war -1 bereits die Extremtemperatur und wir hatten dann “kältefrei”.

Ich suche nach Wegen, uns warm zu halten. Morgens wärme ich die Kleidung meiner Kinder auf der Heizung vor, suche ihre lange Unterwäsche, alle Jacken, Mützen, Handschuhe zusammen. Ich packe ihnen einen warmen Tee statt Wasser ein. Abends kuscheln wir zusammen unter dicken Decken vor dem Kamin.

Wir halten uns warm, um gesund zu bleiben. Wenn uns warm ist, geht’s uns gut. Wir fühlen uns geborgen, umsorgt, geschützt. Ohne Wärme frieren wir, empfinden Stress, unser Körper schaltet ins Überlebensmodus. Es geht uns nicht mehr gut. Wärme hält uns am Leben.

Beziehung als Quelle der Wärme

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“Du bist ok, so wie Du bist” – mit diesen fünf Leitsätzen starte ich ins neue Jahr

Bald ist Neujahr. Hast Du Vorsätze für das neue Jahr? Ich liebe es, Pläne zu schmieden und zu überlegen, wie ich Dinge zukünftig anders, besser machen kann. Dazu mag ich das Jahresende. Ich geniesse es, an diesem Tag zu reflektieren und zu planen. Während dieses Jahr zu Ende geht, sind mir jedoch die Worte von John Lennon sehr präsent: „Life is what happens to you while you’re busy making other plans.“

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Kinder funktionieren nicht – und das ist gut so

Vor ein paar Jahren war morgens fertig werden und aus dem Haus gehen mit unseren 3 kleinen Kindern, die keine 2 Jahre auseinander sind, meine allergrößte Herausforderung. Ich war wieder in meinen alten Job zurückgekehrt und hatte dadurch an vier Tagen die Woche gleich drei Termine morgens, für die wir rechtzeitig ankommen sollten: Waldkindergarten – Schule – Arbeit. Auch mit Gleitzeit und der Voraussicht, keine Meetings gleich zum Tagesanfang zu legen, habe ich jeden Tag Stress und Druck empfunden, dass ich einfach funktionieren muss und war – wenn ich ehrlich bin – von meinen Kindern ausgegangen, dass sie dann auch „funktionieren“ würden.

Bis meine Kinder mir das anders gezeigt haben: je mehr ich versucht habe, dass wir morgens alle schneller werden, desto langsamer sind sie geworden. Das war für mich eine deutliche Botschaft, für die ich sehr dankbar bin.

Der Stress, der Druck, das war unser Alltag, die Kindheit meiner Kinder, meine und ihre Lebenszeit.

Diese Idee von “funktionieren” beschäftigt mich in letzter Zeit wieder. In den sozialen Medien tauchen in den letzten Wochen häufiger Artikel auf: Immer mehr Grundschulkinder seien verhaltensauffällig; Eltern würden in ihrem Erziehungsauftrag versagen. Es wird mehr Erziehung gefordert: Bestrafung, Ausschluss vom Unterricht bzw. von der Schule. Eltern sollten sich nicht davor scheuen, strenger, härter bei ihren Kindern „durchzugreifen“, um sie “zu funktionierenden Menschen” zu erziehen.

Warum ich das anders sehe, überlege ich in diesem und zwei weiteren Beiträgen.

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Wenn wir uns sorgen, was morgen aus unserem Kind werden wird…

Wir sorgen uns, was morgen aus unserem kind werden wird, dabei vergessen wir, dass es heute schon jemand ist.

“Schule erstickt die Kreativität” – erster TED-Talk von Sir Ken Robinson vor 10 Jahren

 

Es sind 10 Jahre vergangen, seit dem Sir Ken Robinson seinen ersten TED-Talk Schule erstickt die Kreativität gehalten hat. Inzwischen wurde dieser Talk über vierzig Millionen (40 Millionen!) mal angeschaut – der meistgesehene TED-Talk aller Zeiten. Heute fragt Sir Ken in den sozialen Medien, welchen Einfluss sein Talk hatte, was dieser bei den 40 Millionen Zuschauern bewirkt oder verändert hat.

Das habe ich als Gelegenheit genutzt, mir den Talk wieder anzuschauen und überlegt, was dieser Talk für mich bedeutet.

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Freie Aktive Schule – ein Ort der Selbstbestimmung, der Beziehung und der Entfaltung

Hier in Baden Württemberg geniessen wir in strahlendem September-Sonnenschein die letzten Tage der Freibadsaison. Da ich mich mit einem Beitrag an der Blogparade zum Thema #Schule #selbstbestimmt #unerzogen von Nicola Kriesel und dem Blog Die Physik von Beziehungen beteiligen möchte, lasse ich meine Gedanken ein wenig Richtung Schule wandern, die ab nächster Woche für die Kinder wieder geöffnet hat. Für diesen Beitrag habe ich mir Gedanken gemacht, wie wir zur Freien Aktiven Schule gekommen sind und unsere Erfahrung dabei.

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Von der Uni zur “University of Life” – warum Deschooling für freies Lernen unverzichtbar ist

Ich war die erste Person in meiner Familie, die auf die Uni ging. Obwohl meine Mama damals schon immer sagte, sie würde die “University of Life” besuchen. Als Jugendliche hat mich diese Aussage genervt, vermutlich weil für mich damals mein Verständnis für Bildung und Lernen eng mit Bildungsinstitutionen zusammenhing und ich hart gearbeitet hatte, um einen Platz an der Uni zu bekommen.

Das Leben ist doch keine Uni! dachte ich.

Heute sehe ich das anders. Das Leben ist Lernen. Wir Menschen lernen immer, überall und zu jeder Zeit. Auch wenn wir versuchen, nichts zu lernen, lernen wir etwas. Das habe ich gelernt, als ich versuchte, am Learn Nothing Day nichts zu lernen.

Wenn ich heute daran denke, was meine Mama damals sagte, freue ich mich! Unwissend wurde durch ihre Aussage einen Samen gepflanzt, der sich erst mit meinen eigenen Kindern in mir keimte. Darauf folgte ein dauerhafter Prozess, den ich heute als Deschooling (Entschulung) kenne. Um das Leben als Lernen zu verstehen und zu leben, um das freie und selbstbestimmte Lernen für meine Kinder zu ermöglichen, ist der Prozess des Deschoolings unverzichtbar.

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Freie Entfaltung findet dort statt, wo Vertrauen, Selbstbestimmung und Beziehung Platz haben.

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Kinder sind wertvoll, einfach weil sie sind

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